BERÜHMTHEIT

Nach der Führerscheinprüfung beginnt das Lernen erst richtig: Warum die ersten Monate hinter dem Steuer entscheidend über die Fahrsicherheit mitbestimmen

Für viele steht der Führerschein für Selbstständigkeit, Flexibilität und einen neuen Alltag. Genau hier aber beginnt eine Zeit, die niemand unterschätzen sollte. Die Prüfung sagt aus, dass die Regeln des Verkehrs, die Abläufe, Fahrmanöver in den Grundzügen beherrscht werden. Aber wie es wirklich wird, wenn sich im echten Verkehr unter wechselnden Bedingungen, unter Zeitdruck oder in unübersichtlichen Situationen ein Fahrer bewähren muss, das sagt die Prüfung noch nichts. Die ersten Monate hinter dem Steuer sind deshalb nicht einfach nur eine Einübungszeit, sondern ein wertvoller Lernabschnitt, der entscheidend darüber mitbestimmt, wie der Fahrer später fährt.

Warum bestandene Prüfungen noch keine stabile Fahrkompetenz verschaffen

Fahrkompetenz besteht aber nicht nur in Regelwissen und Fahrzeugbedienung. Wer sein Auto starten, lenken und bremsen, sicher einparken kann, der weiß noch nicht alles, was er im echten Verkehr braucht. Das richtige Verhalten in schwierigen, komplexen Situationen muss erst erlernt werden. Vor allem damit darf gerechnet werden, dass der Verkehr in der Stadt dichtgedrängt ist, dass Vorfahrt übersehen wird, dass andere Verkehrsteilnehmer sich unvermittelt verhalten, dass der Mitfahrer ablenkt, der Zeitdruck verrückt macht oder dass der Verkehr auf dem Bildschirm etwas anderes zeigt. Am Anfang mangelt es häufig noch an der Fähigkeit, Risiken rechtzeitig zu erkennen. Viele Dinge haben versierte Fahrer einfach im Gefühl. Sie lesen Verkehrssituationen schneller, halten mehr Abstand, rechnen eher mit Fehlern anderer. All das müssen Fahranfänger erst lernen. Das geschieht nicht in der Fahrschule, sondern durch hintereinander liegen vieler praktischer Übung und vieler Reflexionsschritte.

In der Schweiz ist dafür ein weiterer Ausbildungsschritt eingeplant. Der WAB Kurs ist sozusagen die Phase nach der Prüfung, die daran anknüpfen soll, dass jetzt erste eigene Fahrpraxis vorhanden ist, aber noch nicht gefestigt ist. Der Zeitpunkt ist günstig, weil erst jetzt viele typische Fehler ans Licht treten, die junge Fahrer erst machen, wenn sie mit mehr Eigenverantwortung unterwegs sind, also ohne Fahrlehrer. 

Welche Fehler in den ersten Monaten gehäuft vorkommen

Die kritische Zeitspanne nach dem Fahrstundenbildung ist kaum von den gemeinen Regelwidrigkeiten betroffen, wohl aber von Fehleinschätzungen, die große persönliche Wirkung haben. Dazu gehört beispielsweise die Fehleinschätzung des richtigen Abstands. Der neue Kraftfahrer schätzt den ihm zur Verfügung stehenden Raum leicht zu gering ein. Viele fahren nur nach den neben ihnen fahrenden Fahrzeugen und nicht nach dem wirklich nötigen Bremsweg. 

Verwandt mit diesem Fehler ist die Fehler im Blickfeld. Wer alles zu nahe vor sich sieht, kann es nicht rechtzeitig kommen sehen und reagiert dann viel hektischer. Ein weiterer Fehler ist die Selbstüberschätzung. Nach einigen Wochen ohne Zwischenfall glaubt der neue Kraftfahrer dann schon das Fahren im ganzen und kleinsten zu beherrschen. Da sind dann sehr leicht die ersten wirklich gefährlichen Eigenarten zu entwickeln. Er wählt sein Tempo nicht mehr so recht aus und sein bekanntes Gelände fährt er nun auch mit sinkendem Interesse und seine persönlichen Warnsignale kommen ihm zu spät. 

Da kommt natürlich auch eine soziale Komponente ins Spiel. Junge Erwachsene fahren viel zu oft unter dem Eindruck von Freunden oder Terminzwängen. Ein solches Verhalten hat Konsequenzen: Wer Eindruck machen oder schneller ankommen will oder sich durch Gespräche ablenken lässt, fährt nicht mehr mit voller Aufmerksamkeit. Solche Einflüsse werden nur allzu oft unterschätzt. Sie sind für die Sicherheit entscheidend.

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